Autor

Gernot Kiermayr

27.04.2009 20:10

Schwarz-Weiß Bregenz: Noch größeren Schaden für die Stadt abgewendet

Grüne stimmen Vergleich zwischen Sparkasse, Bürgen und Stadt zu

„Die Altlasten, die das Missmanagement des Fussball-Clubs Schwarz-Weiß Bregenz hinterlassen haben, werden endlich aufgearbeitet“, begründet der grüne Vizebürgermeister Gernot Kiermayr seine Zustimmung zum Vergleich zwischen Sparkasse, Bürgen und Stadt. „Es geht um 440.000,- Euro, die der bankrotte Verein als Schulden für das Clubheim hinterlassen hat und für die vier Bürgen und in zweiter Linie die Stadt haften.“

„Der Vergleich kostet die Stadt € 280.000,-“, hält Kiermayr fest. „Das ist eine Menge Geld, aber die Hälfte von dem, was bei einem Prozess auf die Stadt zukäme. Denn die vier Bürgen – Robert Hofbauer, Josef Fitz, Aldo Amann und Othmar Simma – haben die Mittel für ihre Bürgschaft offensichtlich nicht. Wir verlangen von den Bürgen eine eidesstattliche Erklärung über ihre Zahlungsunfähigkeit.“

„Wir Grüne haben uns in dieser Angelegenheit nichts vorzuwerfen“, betont Kiermayr. „Wir haben uns immer konsequent gegen die Zuwendungen an den dubiosen Verein ausgesprochen. So hat 2004 die Mehrheit gegen unsere Stimmen einen Kommunalsteuererlass und eine Sonderförderung in der Höhe von 228.000,- Euro beschlossen – trotz laufendem Finanzstrafverfahren.“

„Die Bereinigung dieser Altlast wird das städtische Budget in einer ohnehin angespannten Situation stark belasten“, so Kiermayr. „Das ist bitter. Angesichts des hohen Prozessrisikos und der rechtlichen Gegebenheiten führt jedoch kein Weg daran vorbei.“

Gernot Kiermayr

Vizebürgermeister und Planungsstadtrat der Landeshauptstadt Bregenz
gernot.kiermayr@gruene.at
Mobil 0664 / 614 10 96
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